Zartes Zitronenhenderl

Kennt Ihr das? Man liest oder hört ein Rezept und denkt sich, „Ja, das klingt ganz wunderbar. Das muss ich mir merken und irgendwann mal ausprobieren.“ So gehts mir mit der Kombi Huhn und Zitrone. Immer wieder erzählt meine liebe Freundin vom köstlichen Zitronenhuhn ihrer Schwester. Immer wieder kommt mir ein Rezept unter, in dem genau diese beiden Dinge miteinander kombiniert werden. Ja, und heute – als wir vor der Entscheidung standen, was wir kochen – kam es mir in den Sinn und ich wagte mich heran, eben genau diese beiden Geschmäcker in Form eines zarten Zitronenhenderls miteinander in geschmackliche Harmonie zu bringen.

Herausgekommen ist ein Rezept für Faule. Schnell alles schnippeln und dann für eine dreiviertel Stunde ins Rohr. Das war´s. Beim Öffnen der Ofentür kommt einem ein zitronig-fruchtig-würziger Duft entgegen. Dann noch hübsch mit frischem Majoran auf den Tellern anrichten und genießen.

Zitronen-Henderl-Rezept

Zubereitung

Backrohr auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für zwei Personen: 6 Erdäpfel schälen, in Spalten schneiden und in eine Bratpfanne geben. Mit Salz und frischem Pfeffer würzen, mit Olivenöl beträufeln.

Zitronen-Henderl

1 Bio-Zitrone heiß abwaschen, halbieren und dann nochmal vierteln. 1 Jungzwiebel in dicke Ringe schneiden. Alles zu den Kartoffeln in eine Bratpfanne füllen und noch einmal würzen.

Zitronen-HenderlZitronen-Henderl

Nun noch frischen Majoran dazu. Die Hendl-Haxerln mit Salz und getrocknetem Koriander würzen und auf das bunte Beet setzen, Butterflocken drauf und für 45 Minuten auf mittlerer Schiene ins Rohr.

Zitronen-Henderl

Hmmmm, wie das duftet beim Öffnen des Backrohrs! Mit frischem Majoran servieren.

Zitronen-Henderl

Ein schöner geschmacklicher Kontrast: Die säuerliche Note der Zitronen in Kombination mit dem zarten Henderl und den süßlichen Jungzwiebeln. Mahlzeit!

Zitronen-Henderl

Gutes Gelingen!

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Hausgemachte Leberpastete

Auch mein Liebster probiert in der Küche gern mal Neues aus. Dieses Mal versuchte er sich in der Produktion von Leberpastete. Irgendwie hat er´s ja auch in den Genen, denn sein Opa war Fleischhacker. Damals in Sankt Marx (3. Wiener Gemeindebezirk). Und das steckt auch in meinem Göttergatten drin. Gottseidank, denn das Arbeiten mit rohem Fleisch ist ja gar nicht meines… Einmal in den Kopf gesetzt, musste nun also nur noch die richtige Inspiration her. Die war hier schnell gefunden.

Übrigens: Diese Leberpastete packten wir auch in unser Körbchen fürs prachtvolle Picknick in Schloss Hof. Viele weitere Picknick-Ideen gibts hier: Picknick-Körbchen.

Zubereitung

Leber putzen – in unserem Fall war es eine Putenleber – und in mittelgroße Stücke schneiden. Zwiebel schälen, fein würfeln und in Olivenöl glasig anbraten, dann die Leber dazu. Noch nicht würzen!

Wenn die Leber gut durchgebraten ist, mit Aceto Balsamico ablöschen. Die Pfanne vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen. Nun mit dem Stabmixer fein pürieren, dann Butter und noch etwas Balsamico nach Geschmack untermischen.

Am Schluss mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Wer mag, würzt auch mit etwas Petersilie. In Gläser füllen und ab in den Kühlschrank.

Passt hervorragend dazu: Pain Paillasse >> zum Rezept.

Gutes Gelingen!

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Leberpastete

My first Men Shoot: Mario

Vor nicht allzu langer Zeit fragte mich mein lieber Freund Mario, ob ich von ihm auch mal schöne Fotos machen könnte. Was für eine Freude! Ich war gleich begeistert von der Idee und letztes Wochenende wars dann soweit. Nach einem kurzen Briefing, in welche Richtung die Fotos gehen sollen („verspielt, frisch, frech“), gings auch schon los. Wir haben fast drei Stunden geshootet, herausgekommen sind natürlich dementsprechend viele Fotos. Ich freue mich sehr, dass ich einige auch hier zeigen darf. Danke, Schnuggl ;-)

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Frühlingshafter Fliederblüten-Sirup

Fliedersirup

Nachdem ich mich ja vor kurzem an Veilchen-Sirup herangewagt habe und dieser nicht nur bei uns zuhause, sondern auch bei Euch so gut angekommen ist (Danke für die lieben Kommentare!), ist meine große Sirup-Liebe erwacht. So hab ich mich beim Erblühen unseres Flieders im Garten gleich daran gemacht, auch daraus köstlichen Sirup zu bereiten.

Flieder

Die Flieder-Ernte ging recht locker von der Hand. Ich dachte mir schon: Toll, da bin ich ja viel rascher als bei den zarten Veilchen. Doch: Halt! Falsch gedacht! Die Ernte war nämlich mit dem Schneiden der Blütendolden bei weitem noch nicht erledigt. Hab ich doch nachgelesen, dass beim Flieder alles Grüne giftig ist und wirklich nur die Blüten genießbar sind und somit in meinen Sirup dürfen!

Flieder

Also haben wir uns an die Arbeit gemacht. Glücklicherweise half mir mein Liebster dabei, sonst säße ich wohl heute noch und würde die winzigen Blüten vom grünen Hals zupfen.

Flieder

Aber soviel sei vorweg genommen: Die Mühe lohnt sich immer dann, wenn´s schmeckt. Und wenn man den ersten Schluck des zart-parfümierten Sirups verkostet, dann weiß man, es war die Arbeit wert.

Flieder

Stunden später hatte ich eine große Schüssel voll Fliederblüten beisammen – insgesamt 375 g. Aber keine Sorge, für das angegebene Rezept ist kein stundenlanges Verlesen nötig, da reichen ein paar Dolden.

Flieder

Beim Rezept hab ich mich grob an das vom Veilchen-Sirup gehalten – den Sirup aber diesmal in einer kleineren Einheit angesetzt, sprich ich habe nur 1/3 von den Angaben zum Veilchen-Sirup genommen.

Fliederblüten-Sirup-Rezept

Für den Fliederblüten-Sirup werden – wie gesagt – nur die feinen Blüten verwendet. Alles Grüne ist nämlich giftig. Das ist mitunter etwas mühsam, denn beim Abzupfen der Fliederblüten wird man doch recht klebrig, aber die Mühe lohnt sich. Ich habe für den Sirup insgesamt 50 g Fliederblüten genommen. Die Blüten nicht waschen, um möglichst viel vom feinen Aroma im Sirup zu konservieren.

Flieder

170 g Sirupzucker in 150 ml Wasser aufkochen bis die Lösung klar ist. Komplett auskühlen lassen, erst dann über die Blüten gießen. Füllt man das Zuckerwasser zu früh zu den Blüten, so werden diese schlagartig braun – das verändert nicht nur die Farbe des Sirups, sondern auch den Geschmack.

Eine halbe Bio-Zitrone heiß abwaschen, in feine Scheiben schneiden und ebenfalls zu den Blüten geben. Alles vorsichtig durchmischen. Ich hab das mit dem Stiel des Holzkochlöffels gemacht. Die Blüten sind anfänglich sehr voluminös und eher nur mit Zuckerwasser „überzogen“ – es geht aber recht schnell, dann fallen sie etwas zusammen und werden immer „dichter“ – darum hab ich, grad am Anfang, immer wieder umgerührt, um alles aufzulockern. Am besten füllt man die Mischung in ein schlankes Gefäß, zum Beispiel in eine Karaffe. So gibts nur eine kleine Oberfläche und alles bleibt kompakt beisammen.

Fliedersirup

Nun heißts abwarten. Zwei bis drei Tage kühl stellen, dazwischen immer wieder umrühren, sodass alle Blüten schön feucht bleiben.

Fliedersirup

Danach durch ein feines Passiersieb abseihen – nicht pressen, da sonst die ganzen Schwebstoffe mitgehen, lieber länger abtropfen lassen -, in sterile Flaschen füllen und kühl lagern.

Fliedersirup

Mit sprudelndem, eiskaltem Mineral kommt die zart-duftende Note der Fliederblüten wunderbar zur Geltung.

Fliedersirup

Aus einer kleinen Menge Sirup hab ich auch noch ein Fliederblüten-Gelee gemacht – einfach mit Bio-Gelierzucker 2:1 einkochen, Gelierprobe machen: Einige Tropfen auf einen kalten, glatten Teller geben. Wird diese Probe beim Erkalten fest, ist das Gelee fertig – dann in saubere Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Kopf stellen.

Fliederblüten-Gelee

Das Fliederblüten-Gelee ist nicht nur honigfarben, es erinnert auch von der Konsistenz stark an Honig und schmeckt wunderbar süß.

Fliederblüten-Gelee

So, das war also „Sirup, Runde 2“ – und eins sei bereits verraten: Beim Gartenrundgang hab ich entdeckt, dass der Holunder schon knospt. Am Laufenden bleiben? Dann folge mir auf INSTAGRAM. Viel Spaß!

Gutes Gelingen!

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Himmlische Brioche-Cupcakes

Brioche-Cupcakes

Mein 100. Beitrag! Wow! Das feiern wir heute mit Brioche-Cupcakes!

Auf unserem New York City Trip im Dezember haben wir uns ja durch die unterschiedlichsten Cupcake-Varianten gekostet. Wieder retour dachte ich mir, jetzt ist es an der Zeit, dass wir auch endlich CupCakes Wien einen Besuch abstatten – gesagt, getan! Und wir wurden tatsächlich verzaubert!

Im Februar, also kurz nach unserem ersten Besuch – selbstverständlich folgten in der Zwischenzeit schon mehrere -, veröffentlichte Renate Gruber, die Besitzerin der beiden entzückenden Cake-Shops, ihr erstes Buch 130 Gramm Liebe, in dem sie ihre Rezepte für kleine, flaumige und unwiderstehliche Cupcakes, die glücklich machen, verrät.

Das Buch hab ich mir zwar (noch) nicht gegönnt, aber als ich auf der Facebook-Seite von CupCakes Wien diese Brioche-Cupcakes samt Rezept entdeckt habe, hab ich´s natürlich sofort gespeichert. Seitdem stand es nun auf meiner To-Do-Liste und ging somit auch meinem Liebsten nicht mehr aus dem Kopf! Und so kam es, dass ich mich letztes Wochenende an die süßen Küchlein gewagt habe.

Brioche-Cupcakes-Rezept

Zubereitung
  1. Ansetzen des Vorteigs oder Wie mache ich ein „Dampfl“?
    Das war für mich auch schon der schwierigste Schritt! Denn ich muss gestehen, das war mein erstes „Dampfl“ (wie man hier in Österreich zum Vorteig sagt) und demnach auch gleich ein totaler Misserfolg. Aber dank zahlreicher Tipps und Tricks meiner lieben Freundin Michi hab ich´s doch noch hinbekommen! Dankeschön dafür :)
    Also, wie gelingt der Vorteig? Zuerst 60 ml Milch mit 80 g Zucker kurz erwärmen. Die restlichen 20 ml Milch für später beiseite stellen. Die Milch darf nur lauwarm sein, keinesfalls darf sie heiß sein! Dann kann man das Experiment gleich wieder beenden, denn wird die Hefe zu heiß, wird sie abgetötet und der Teig tut gar nix mehr… Glaubt mir das, ich spreche aus Erfahrung!
    Vorsicht: Ist die Milch zu kalt, tut sich ebenso nichts, auch das musste ich mitansehen.
    Erst, wenn die Milch mit dem aufgelösten Zucker die richtige Temperatur hat, 25 g frischen Germ (das entspricht etwa einem halben Würfel) einbröckeln und verrühren, bis er sich gut aufgelöst hat. Lässt man den Teig nun an einem warmen Ort mit einem sauberen Geschirrtuch zugedeckt stehen, so sollte er in den nächsten 15 Minuten deutlich aufgehen.
  2. Inzwischen 160 g Butter mit den restlichen 20 ml Milch kurz erwärmen, bis sie schön weich ist. So kann man auch Butter direkt aus dem Kühlschrank verwenden – Danke, Michi, auch für diesen Tipp!
  3. 400 g Mehl, 1 Prise Salz, 2 TL Vanillezucker, den Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone und
    2 zimmerwarme Eier in eine Schüssel geben.
  4. Ist der Vorteig nun gut aufgegangen, wird dieser mit den restlichen Zutaten mit den Knethaken des Mixers kurz verrührt. Dann die Butter-Milch-Mischung dazugeben und weiterkneten bis sich der Teig von der Schüssel löst.
  5. Nun muss der Teig gehen: am besten über Nacht im Kühlschrank mit Frischhaltefolie zugedeckt.
  6. Aus dem Kühlschrank nehmen und kleine, 50 g schwere Kügelchen formen. In die Backförmchen geben, oben drauf noch ca. 10 g schwere kleinere Kugerln setzen. Noch einmal 45 Minuten gehen lassen.
  7. Das Backrohr auf 180° C Heißluft vorheizen.
  8. Zum Bestreichen: 1 Eidotter mit 5 EL Milch verrühren und die Brioches damit bepinseln.
  9. Ca. 20 Minuten backen.
  10. Für das Topping: 250 g Frischkäse mit 2 EL Vanillezucker und 1 EL Staubzucker vermischen.
  11. Zum Füllen die Brioches: Unter dem oberen Kugerl aufschneiden und das Topping mit dem Dressiersack auf die (bereits ausgekühlten) Brioches spritzen. Ich habe die Fülle nun noch mit dem wunderbar-zarten Rosengelee getoppt, das ich in der Weihnachtsschickerei von Claudia bekommen habe. Hier kann man aber auch einfach eine andere fruchtige Marmelade nehmen. Nun das Hütchen wieder draufsetzen, leicht anzuckern und am besten ganz frisch vernaschen.

Brioche-Cupcakes Brioche-Cupcakes

P. S.: Danke für die Muffinsförmchen an die liebe Freundin meiner Mama und treue Blogleserin, Frau W. :)

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