Styled Vintage Wedding Shoot:
Eine Hochzeitsinspiration – Süß wie die Liebe

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Ich freue mich, Euch heute mein ganz besonderes Herzensprojekt zeigen zu dürfen. Vor langer Zeit schon hatte ich die Idee von einem romantischen Hochzeitsshooting mit einem Hauch Vintage – ganz nach meinem Geschmack. Das Planen und Gestalten von Hochzeiten ist so etwas besonderes, das am großen Tag seinen Höhepunkt findet – und dieses Besondere wollte ich gerne mit diesem Inspirationsshooting schaffen.

So stellte ich mir Fragen wie „Wie soll wohl die Hochzeitstafel aussehen? Welche Ideen würde ich am liebsten umsetzen? Welche Farben würden meine Gefühle am besten widerspiegeln?“ All diese vom Bauch heraus beantworteten Fragen führten dazu, dass ich vor ein paar Wochen dann endlich meine Ideen konkretisierte, in Moodboards zusammenstellte und meiner Freundin und Grafikerin Christine Pleyl zeigte. Ganz begeistert von meinen Vorstellungen, war Christine gleich mit von der Partie und so waren wir beide schon in voller Hochzeitsstimmung.

Naheliegend war nun natürlich, meine Tante und Floristin Christine Katzenberger um die passende Blumenausstattung zu bitten – und schwupps waren wir ein kleines Hochzeitsteam.

Meine süße Freundin Sophie wollte ich auch schon länger als Model vor meine Linse bitten und so übte sie sich als Braut. Sie passte perfekt in mein eigenes Brautkleid – und beim Stichwort „Vintage“ war schnell das Brautkleid von Sophies Mama wieder herausgeholt, das schon über 20 Jahre lang fein säuberlich auf seinen neuerlichen Auftritt wartete. Wow, schon bei der Anprobe der beiden traumhaften Roben klopfte mein Herz ein bisserl schneller. Wie würde das nur beim Shooting werden, wenns jetzt schon so wunderschön war?

Die passende Location war auch schnell gefunden, stattet meine Tante doch das Landgasthaus Stockerwirt in Sulz im Wienerwald immer mit den neuesten Blumen-Kreationen aus. Und so war auch Katharina Stocker mit im Hochzeitsteam. Der Landgasthof bot für unser Shooting den malerischen Rahmen: Ein Traum für eine sommerliche Hochzeit, inmitten einer satt-grünen Garten- und Teichlandschaft verbunden mit herrlichen, kulinarischen Köstlichkeiten.

Hmm, jetzt war theoretisch schon einiges geplant. In der Praxis fehlten natürlich noch wichtige Details wie Hochzeitstorte und Eheringe. Christina Krug designt unter dem Namen Schnabulerie zauberhafte Hochzeitstorten und ich freute mich, dass sie auf meine Anfrage gleich mit einer Zusage antwortete und neben der romantischen Hochzeitstorte auch die farblich passenden Macarons zur Verfügung stellte.

Meine Vorstellung für diese Hochzeitsinspiration wurde durch die Eheringe und den Schmuck von Renate Weiss Inh. Gabriele Golzar perfekt. Eheringe in klassischem Gold mit seidenmatter Oberfläche. Für die Braut: Ein Spannring mit Brillant. Ebenso stimmig das Modell „Hold me“ mit 5 kleinen Steinen.

Das Hochzeitsteam vervollständigt hat zu meinem Glück Julia Mikulitsch, die (nach einer kurzfristigen Absage) ganz spontan nur wenige Tage vorm Shooting als Make-Up-Artistin und Hairstylistin einsprang und mich beim Shooting auch kräftig als Fotoassistenz unterstützte. Das war Gold wert!

Danke auch an meine liebe Mama und meinen Liebsten, die sich um all die vielen Kleinigkeiten im Hintergrund kümmerten.

Natürlich gilt ein ganz herzliches Dankeschön meinem kompletten wunderbaren Team, ohne das ich meinen Traum von diesem Shooting nicht umsetzen hätte können. Ich bin so glücklich und stolz darauf, was wir hier geschaffen haben! Und freu mich schon auf weitere spannende gemeinsame Projekte.

Nun bleibt mir noch eins zu sagen: Herzlichen Dank auch an Susanne Schuhmann, die unser Shooting auf ihrem inspirierenden Blog Hochzeitsguide veröffentlicht hat. Es ist mir eine Ehre, auf der größten österreichischen Hochzeitsplattform präsentiert zu werden.

Jetzt aber genug der Worte, genießt diesen Traum einer elegant und verspielt-leichten Gartenhochzeit.
Viel Freude mit den Bildern!

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Fotografie & Konzept Silvia Hintermayer | candid moments
Papeterie Christine Pleyl | Pleyl-Grafik
Florales Design & Blumen Blumenstube Christine
Haare & Make-up Julia Mikulitsch 
Location Landgasthaus Stockerwirt, Sulz im Wienerwald 
Hochzeitstorte & Macarons Schnabulerie
Model Sophie Ganneshofer
Assistenz Elfriede Soos, Ernst Hintermayer
Kleider & Schuhe privat

Hochzeitsguide

Candid Moments zum Verschenken

Ich freue mich sehr, Euch heute meine brandneuen Gutscheine für Eure Liebsten zu präsentieren.
Wer auf der Suche nach einem Geschenk ist, das besonderen Momenten Dauer verleiht,
findet hier alle weiteren Infos: >> zu den Geschenk-Gutscheinen

Geschenk-Gtscheine

Durch die Weinbars in Venedig

Venedig

Fünf Tage in der Lagunenstadt Venedig liegen hinter uns. Unsere Reise Ende Mai war dank >> Julia besonders genussvoll. Denn wir waren ausgestattet mit der wertvollen Lektüre „Weinbars in Venedig“ von Cornelia Schinharl und Beat Koelliker. Ein kulinarischer Reisebegleiter, der eine sorgfältig und liebevoll zusammengestellte Sammlung an feinen Bàcari – typisch venezianischen Weinbars – präsentiert.

Zur Einstimmung finden sich auch Rezepte für Cicheti im hübsch-gestalteten Buch. Der Überblick über die sechs Sestieri (Stadtbezirke) erleichtert die Orientierung. Und so war es ein Vergnügen, die beschriebenen Orte aufzusuchen, einzukehren und zu verweilen. Sehr hilfreich dabei: Die passende und noch dazu kostenlose >> App am Smartphone.

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In den Bàcari treffen sich die Einheimischen bei einem Gläschen Wein (ombra), Prosecco oder Spritz. Hier schnattern venezianische Gastgeber, erklären stolz, welche Cicheti sie in den gut gefüllten Glasvitrinen vorbereitet haben. Mein persönlicher Favorit war Baccalà mantecato – Stockfischpüree, das auf einer Scheibe Brot serviert wird. Aber auch die unzähligen anderen Spezialitäten machten das Schlemmen durch die Lagunenstadt zu einem köstlichen Erlebnis. Meist werden die Appetithäppchen traditionell, mancherorts aber auch modern interpretiert. Wie etwa in unserer ersten Weinbar.

Carla statt Florian:
Die Osteria Da Carla

Nur ein paar Schritte vom Markusplatz entfernt, versteckt in einer winzigen Gasse, erwartete uns in der Osteria Da Carla ein freundliches Lächeln und viele hübsch angerichtete Cicheti. Frischkäse mit Erdbeeren und Mohn auf weißer Polenta sowie Thunfischcreme auf schwarzer Polenta und Frittata erfreuten nicht nur das Auge, sondern auch unseren Gaumen. Kleiner Hinweis für alle, die die Carla auch dem Florian vorziehen: Auf dem Lokal steht heute noch der frühere Name des Lokals „Pietro Panizzolo“.

Finden! Osteria Da Carla, Frezzeria, San Marco 1535, www.osteriadacarla.it

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Mein persönlicher Favorit:
Die Trattoria da Fiore

In der Trattoria da Fiore im Viertel San Marco hat man das Gefühl, ganz nah dran zu sein am echten Venedig. Dem Venedig der Venezianer. Oft genügt schon ein Blick zur Schank und das passende ombre (Glas) wird ein- bzw. nachgeschenkt. Es wird getrunken, gegessen und geplaudert. Und wir freuen uns, mittendrin zu sein. Und bestellen noch ein Baccalà, das ich übrigens nirgends besser gegessen habe. Ah, da kommen gerade frisch zubereitete Polpette (frittierte Fleisch-, Fisch- oder Gemüse-Laibchen). Da nehmen wir doch auch gleich eins. Wen wundert’s, dass wir kein Abendessen mehr brauchen?

Finden! Trattoria da Fiore, Calle delle Botteghe, San Marco 3461, www.dafiore.it

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Beim Mercato di Rialto:
Die Osteria All’Arco

Die Osteria All’Arco liegt im Viertel Rialto, gleich beim Fisch- und Gemüsemarkt Mercato di Rialto. Ganz den Venezianern gleich nahmen wir schon am späten Vormittag Platz auf einem der vier kleinen Tische auf der Gasse, um mit der Sonne im Gesicht Prosecco, Vino di casa und unsere ersten Cicheti zu probieren. So lässt sichs leben!

Finden! Osteria All’Arco, Calle Arco, San Polo 436

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In der Enoteca:
Die Cantina Già Schiavi

Im Viertel Dorsoduro liegt die Cantina Già Schiavi. Die Regale sind voll mit Weinen und anderen edlen Fläschchen. Die Cicheti genießt man hier entweder an der Bar oder draußen auf der Kaimauer. Besonders hübsch und köstlich: Crostini mit Eiermayonnaise und getrockneten Blütenblättern.

Finden! Cantine del Vino Già Schiavi, Ponte San Trovaso, Dorsoduro 992

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Mit Blick in die Gondelwerft:
Die Osteria Alsquero

Gleich ein paar Schritte weiter in der Osteria Alsquero erfreut man sich beim direktem Blick in die gegenüberliegende Gondelwerft. Die Crostini mit Thunfisch und aromatischen Rotweinzwiebeln mundeten sehr. Ebenso der Prosciutto mit cremigen Champignons.

Finden! Osteria Alsquero, Fondamenta Nani, Dorsoduro 943/944, >> Website

Venedig Alsquero
Venedig Alsquero
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Abendessen im letzten Winkel Venedigs:
Die Osteria Al Portego

Versteckt im verwinkelten Gassengewirr Venedigs gar nicht so leicht zu finden, sollte die Osteria Al Portego unser abendliches Ziel zum Essen sein. Die Speisen, fein säuberlich auf einer großen Kreidetafel präsentiert, musste uns die liebe Kellnerin zwar erst übersetzen, doch dann fanden wir schnell das Passende. Die Spaghetti mit Meeresfrüchten waren großzügig bemessen und schmeckten köstlich.

Finden! Osteria Al Portego, Castello 6014, Corte Spechiera

Venedig Al Portego

Auf einen Sundowner!
In die Osteria Al Timon

In der Osteria Al Timon im Viertel Cannaregio gehts trubelig zu. Am besten kommt man abends zum Sundowner hier her. Dann lässt sich der Tagesausklang mit einem Gläschen und einer feinen Auswahl an Cicheti (um jeweils 1 Euro) besonders schön zelebrieren.

Finden! Osteria Al Timon, Cannaregio 2754

Venedig Al Timon

Abendessen bei der Witwe:
In der Osteria Allo Vedova

„Richtig“ Abendessen waren wir auch. Nicht jeden Tag – das hätte wohl unsere Hosen gesprengt. :-) Die Osteria Allo Vedova ist ein Bacaro mit angeschlossenem Ristorante, in dem traditionelle venezianische Küche geboten wird. Wir probierten Pasta und Polenta und können beides empfehlen.

Finden! Osteria Allo Vedova, Cannaregio 3912, Calle del Pistor

Venedig Alla Vedova

Venedig, wir kommen wieder!

Gerne hätten wir noch mehr der im Buch präsentierten Adressen besucht und uns durchgekostet. Aber so freuen wir uns nun schon auf unseren nächsten Besuch. Denn eines ist jetzt schon klar: Wir kommen bestimmt zurück!

Venedig

Nora & Andreas

Nora & Andreas

Gestern hatten wir ganz lieben Besuch von Nora und ihrem Lieblingsmann Andreas. Die Bilder, die ich Euch heute von den beiden Süßen zeige, sind bereits vor ein paar Wochen entstanden. Da haben wir nämlich Rollen getauscht und standen mit unseren Liebsten gegenseitig vor der Kamera. Als Fotografinnen müssen wir ja schließlich wissen, wie sich unsere Kunden fühlen. ;-)

Es hat mich sehr gefreut, dass ich Nora dann schließlich soweit hatte, auch mal die Kamera zur Seite zu legen und mich arbeiten zu lassen. Und so ist es mir gelungen, die ersten Bilder der Beiden als Paar zu machen – und das, wo sie doch schon viele Jahre lang glücklich miteinander sind.

Wer jetzt denkt, es sei ein Leichtes für uns gewesen, als Fotografinnen die Seiten zu wechseln, dem sei auch noch verraten: Es war für uns beide gar nicht so einfach, vor der Linse zu stehen. Da nahmens unsere Männer und auch das Airdale-Mädchen Elly schon deutlich gelassener. Danke, Ihr Lieben, dass ich die Bilder hier zeigen darf. :-*

Nora & Andreas










Nora & Andreas





Nora & Andreas



Nora & Andreas

Nora & Andreas

Waldviertler Schuhselbstbaukurs:
Wenn mein Liebster Schuhe macht…

Heute gibts eine Premiere! Denn heute darf mein Liebster hier am Blog zu Wort kommen. Wer mir auf Instagram oder Twitter folgt, weiß vielleicht, dass wir vor ein paar Wochen gemeinsam im Waldviertel waren. Endlich war es Zeit zum Waldviertler Schuhe-Selbermachen in der GEA-Akademie in Schrems.

Soviel sei bereits jetzt verraten: Es waren drei sehr arbeitssame Tage für meinen Liebsten, in denen ich ihn stückchenweise mit meiner Kamera begleitet habe. Die meiste Zeit über ließ ich aber die fleißige Truppe ungestört werkeln und machte mich auf, das Waldviertel zu erkunden. Aber genug der vielen Worte, nun darf mein Liebster erzählen.

Waldiertler Schuhmacherkurs

Schuhwerkstatt im Waldviertel – ein Erfahrungsbericht.

Freitag Nachmittag ist es endlich soweit. Wir sind auf dem Weg nach Schrems in die GEA-Akademie, um an diesem Wochenende eigene Schuhe selbst zu machen. Nach 3-stündiger Anfahrt ins entlegene Waldviertel biegen wir auf ein altes, etwas verlassen wirkendes Industriegelände ein. Man hat erstmals ein Gefühl, was hier wohl ohne Heini Staudingers Waldviertler-Werkstatt wäre.

Waldiertler Schuhmacherkurs

Freundlich werden wir empfangen und uns das funktionelle, aber sehr hübsche Zimmer (komplett mit GEA-Möbeln bestückt) gezeigt. Dann gibts noch rasch kaltes Abendbuffet mit Spezialitäten aus der Region, denn in einer Stunde gehts bereits los mit dem Kurs.

Waldiertler Schuhmacherkurs
Waldiertler Schuhmacherkurs

Gleich zu Beginn werden unsere bestellten Schuhgrößen nochmal zur Sicherheit kontrolliert und Meister Toni Schuster (sic!) führt noch kleine Anpassungen an unseren Leisten (das ist ein „Plastikfuß“, über den der Schuh in weiterer Folge gespannt wird) durch.

Waldiertler Schuhmacherkurs
Waldiertler Schuhmacherkurs

Wir sitzen mitten in der Schuhproduktionshalle auf (natürlich) GEA-Hockern um zwei relativ kleine Tische herum, unser Werkzeug in einer Schachtel und lauschen – bei einem Glaserl Sekt – gespannt der Erklärung, wie die einzelnen Zangen heißen und benutzt werden.

Waldiertler Schuhmacherkurs
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Waldiertler Schuhmacherkurs

Wir dürfen gleich mal zur Übung unseren Leisten mit Nägeln bestücken, um ein Gefühl für die einzelnen Zangen (mit denen genagelt wird) zu bekommen.

Waldiertler SchuhmacherkursWaldiertler Schuhmacherkurs

Nebenbei gibts etwas Materialkunde, und man wundert sich, wieso Schuhe nicht ein Vielfaches des Ladenpreises kosten.

Waldiertler Schuhmacherkurs
Waldiertler Schuhmacherkurs

Dann gehts an unsere eigenen Schuhe, die exakt nach Bestellung bereits als fertiggenähtes „Oberteil“ und drei separate Sohlen vor uns liegen. Der erste Eindruck war fast etwas enttäuschend: Da bleibt ja kaum mehr Arbeit zum Selbermachen über. Allerdings wurden wir schon vor dem Kurs darauf hingewiesen, dass das Wochenende sehr arbeitsintensiv ausfallen wird – und das war es dann auch.

Waldiertler Schuhmacherkurs
Waldiertler Schuhmacherkurs

Das Leder wird vorne noch für die Schuhkappe mit Leim eingestrichen, der Leisten von den Nägeln befreit, die Brandsohle (das ist die, auf der wir im Schuh stehen plus die „Polsterung“ darunter) wird auf den Leisten getackert und mit Zahlen beschriftet.

Waldiertler SchuhmacherkursWaldiertler Schuhmacherkurs
Waldiertler SchuhmacherkursWaldiertler Schuhmacherkurs

Der erste Abend klingt in gemütlicher Runde noch bei einem Glas Schremser Hanfbier aus.

Waldiertler Schuhmacherkurs

Am zweiten Tag gehts nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet an die Arbeit. Heute wird das Oberleder mit einer Zange unter ziemlichem Kraftaufwand über den Leisten mit der Brandsohle gezogen und an der Unterseite festgenagelt. Ein etwas mulmiger Moment, macht man doch Löcher in das wunderhübsche Leder. Jetzt wird auch klar, warum wir mit der Zange nageln – man müsste sonst permanent Werkzeug wechseln!

Erstmals merkt man auch, dass der sehr klein wirkende Arbeitsplatz vollkommen reicht, wird doch der Schuh großteils zwischen den eigenen Beinen fixiert.

Waldiertler Schuhmacherkurs

Nachdem der linke Schuh bereits Formen angenommen hat, ist nun der Rechte dran. Ja, man soll nicht vergessen: Schuhe machen bedeutet immer doppelte Arbeit!

Waldiertler Schuhmacherkurs

Nachdem beide Leisten nun mit dem Oberleder bespannt waren, kommen nochmals (fast) alle Nägel heraus. Das Spiel mit Leder über den Leisten ziehen wiederholt sich nochmal mit viel mehr Nägeln, zwischendurch mal leimen und nun wird auch das Leder an der Schuhkappe schrittweise mit dem Hammer in Form gebracht und weich geklopft, bis letztendlich eine schöne, gleichmäßig runde Schuhspitze entstanden ist.

Gefühlte Stunden später, kräftig gestärkt vom Mittagessen und dem einen oder anderen blauen Finger mehr stehen sie nun vor uns: wunderschöne, gleichmäßig ohne Falten gespannte Schuhe mit Spikes an der Sohle. :-)

Waldiertler Schuhmacherkurs

Aber was wird jetzt eigentlich genäht? Die Überraschung des Tages: ALLE Nägel kommen jetzt raus und das vorher mühsam über den Leisten nach innen gespannte Leder wird nun nach außen „geklappt“ und in Teamarbeit exakt auf die „Zwischensohle“ geleimt.

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Mittlerweile ist Abendessenszeit und in einer Abendsitzung starten wir noch das Vernähen des Oberleders mit der Zwischensohle. Dazu wird der Schuh mit dem Knieriemen am Oberschenkel fixiert, mit einer Ahle jedes Loch vorgestochen und dann gegengleich der Zwirn mittels zwei Borsten von oben und unten vernäht. Das im Abstand von ca. 7 mm und bevorzugt gleichmäßig.

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Wir nähen bis uns die Kräfte in den Fingern verlassen (nach ca. einem halben Schuh) und stoßen mit dem einem oder anderen Schremser doch etwas erschöpft auf ein gelungenes Tagwerk und den Sieg von „Conchita Wurst“ beim Songcontest an.

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Letzter Tag beim Schuhmacherworkshop. Der Tag beginnt wie er aufgehört hat. Ostinativ Loch mit Ahle stechen, Zwirn gegengleich durchfädeln und straff ziehen. Fast schon meditativ. Zwischendurch immer wieder schmerzende Finger, kein Ende in Sicht. Aber ein Schuh, auf den man mit jedem Stich etwas stolzer wird.

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Mittagessen gibts nachdem beide Schuhe fertig genäht und mit der untersten Sohle verleimt sind. Das haben wir uns verdient.

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Der Nachmittag dient nur mehr dem Feinschliff, bei dem wir tatkräftig von Toni unterstützt werden. Zuschnitt der Sohle, kleine Nachklebearbeiten, Leder weichklopfen, putzen, imprägnieren, Schnürsenkel einfädeln und Leisten aus dem Schuh nehmen.

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Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, auf den wir alle so gespannt hingearbeitet haben. Wir schlüpfen erstmals in unsere selbst gemachten Schuhe – für mich ein ehrwürdiger Moment! Wir alle sind stolz auf das, was wir gemeinsam geschaffen haben!

Danke, Toni, für Deine Geduld, Deinen Witz und Dein nie endendes Vertrauen in unsere bunte Truppe!

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Randnotizen

Heini Staudinger hat es mit seiner GEA-Werkstatt geschafft, in einer verkehrstechnisch schlecht erschlossenen, wirtschaftlich eher trostlosen Gegend ein wirklich nachhaltiges und vielfältiges Projekt zu starten und Arbeitgeber für mittlerweile 170 Menschen zu sein. Man merkt an vielen Kleinigkeiten den Wert des Betriebes. Am Samstag war der Verkaufsraum des angeschlossenen GEA-Shops voll mit Kunden, die nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zu Führungen durch die Werkstatt kommen und diesen als Start für einen Ausflug in die nähere Umgebung nutzen.

Die MitarbeiterInnen fühlen sich als Teil des Unternehmens und versprühen den Charme der Freude an ihrer Arbeit. In der Küche direkt neben dem Buffet bereiten junge Menschen (offensichtlich Lehrlinge) mit viel Verantwortung und Freude die Speisen zu. Und der Chef ist das ganze Wochenende im Betrieb präsent, isst mit dem Personal gemeinsam und hat auch ein freundliches Lächeln über, wenn sich am Kursbeginn die halben Teilnehmer verlaufen und irrtümlich in sein Büro einmarschieren und mitten in eine Besprechung platzen.

Mit den parallel stattfindenden Workshops war die GEA-Akademie das ganze Wochenende über voll belegt und brachte mehr als einmalige Wertschöpfung in die Region. Denn die Gegend bietet auch abseits von Waldviertler und Schremser Brauerei noch viele interessante Sehenswürdigkeiten, die es beim nächsten Besuch in Schrems mit meinen neuen selbstgemachten Waldviertlern zu entdecken gibt.

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