Köstliches

Schneeweiße Kokuskugerl

Ab heute verrate ich die Rezepte zu den Köstlichkeiten aus meiner Weihnachtsschickerei. Los gehts mit einem meiner Lieblingsrezepte für Weihnachten: die Kokoskugerl von meiner Schwiegermama – ui, die wär sicher stolz auf mich…

Zubereitung

Butter ganz flaumig schlagen, dann erst Zucker, Mehl und Kokosette unterrühren. Zum Schluss noch Rum nach Geschmack dazu. Wenn die Masse zu trocken ist und nicht kompakt wird, dann im Zweifelsfall noch ein Schluckerl Rum mehr dazu.

Wer mag, teilt die Masse und färbt eine Hälfte mit Kakao ein. Das sieht fein aus und schmeckt auch noch köstlich. Dann eine Stunde rasten lassen.

Ca. 70 Kugerl formen, in Kokosette wälzen und kühl trocknen.

Gutes Gelingen!

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Post aus meiner Küche:
Aus der Weihnachtsschickerei

Oh, wie schööön! Mein Weihnachtspakerl hat seine Reise gen Westen hinter sich gebracht. Und Claudia im 550 km entfernten Innsbruck glücklich gemacht, ihr „ein Gefühl wie damals Weihnachten bei Oma“ beschert!

Dass ich auch dieses Mal bei Post aus meiner Küche dabei bin, hab ich ja bereits im Oktober angekündigt
(>> nachlesen). Nach meiner ersten Tauschaktion zum Thema Picknick (mein Picknickkörberl >> ansehen), stand diese Runde – passend zur Jahreszeit – ganz unter dem Motto In der Weihnachtsschickerei.

Very merry white Christmas

Meine Vorstellungen waren bald konkretisiert: Es sollte möglichst festlich weihnachtlich sein. Und weiß! Rezepte waren schnell passende gefunden, denn das Weihnachtsbacken hat bei uns zuhause Tradition.
Ein kurzer Check noch, ob alles histaminfrei ist und los gings!

Ich habe auf Altbewährtes gesetzt und schneeweiße Kokoskugerl nach einem Rezept meiner lieben Schwiegermama gemacht. Außerdem einen Klassiker, nämlich Lebkuchen. Ich liebe diesen Duft – einzig farblich passte er mir nicht ganz ins Konzept. So musste eine weiße Zitronen-Zucker-Glasur her. Als dritte Bäckerei hab ich mich dann für etwas Neues entschieden. Und zwar für schneeweißes Baiser, das ich kurzum mit einem creme-weißen Schokohäubchen versehen habe. Zu guter Letzt wollte ich auch für flüssigen Genuss sorgen. So zauberte ich aus unseren Äpfeln (>> Cox Orange) einen weihnachtlichen Punsch.

Hier ein Überblick über die Köstlichkeiten, die ich für Claudia auf die Reise geschickt habe.



Schneeweiße Kokoskugerl >> zum Rezept

Weicher Lebkuchen mit weißer Zitronen-Zucker-Glasur >> zum Rezept

Schneeweißes Baiser mit Schokohäubchen >> zum Rezept

Weihnachtlicher Apfelpunsch >> zum Rezept

Hach, war das wieder eine schöne Tauschrunde! Diesmal war ich auch etwas entspannter als beim letzten Mal, da sich „Krapferl“ – wie wir im Osten Österreichs das weihnachtliche Kleingebäck nennen – gut vorbereiten und lagern lassen. Somit konnte ich bequem eines nach dem anderen fertigen – und auch schön, in aller Ruhe in Szene setzen.

Auch diesmal wieder das allerherzlichste Dankeschön an meinen wunderbaren Liebsten, der sich „in der heißen Phase“ vor lauter Kochbüchern, Zeitschriften, Notizen und allerlei weihnachtlichen Requisiten kaum mehr zuhause zurecht fand. Und dann aber trotzdem noch mitgeholfen hat, wenn ich etwa beim Kugerlrollen zu ungeduldig war. ;-) Danke, Schatz!

Danke an dieser Stelle auch noch mal an die Mädels von Post aus meiner Küche, Clara, Jeanny und Rike! Die sind übrigens jetzt noch superfleißig und sammeln die weihnachtlichen Köstlichkeiten aller Backbegeisterten auf dem Weihnachtsschickerei-Pinterest-Board.

Ich freu mich jetzt schon auf neue Herausforderungen in der nächsten Runde!

Cremige Herbstsuppe mit Muskatkürbis

Der Herbst ist da, die Kürbisse sind reif. Zeit, um endlich wieder Kürbiscremesuppe zu zaubern. Vor vielen Jahren schon hab ich dieses Rezept von einer Kürbisbäuerin bekommen. Bereits unzählige Male nachgekocht, schmeckt sie jedes Mal köstlich. Ganz besonders freut mich, dass sie laut Mama sogar „die beste“ ist…

Meistens kochen wir die Suppe mit Hokkaidokürbis. Dieses Mal hatten wir dieses prachtvolle Exemplar im Biokisterl, drum gabs erstmals eine Variante mit Muskatkürbis. Der grün-bronze-farbene, gerippte Muskatkürbis gehört zu den Moschus-Kürbissen. Sein süßlich duftendes Fruchtfleisch schmeckt besonders aromatisch und ist im Vergleich zum Hokkaidokürbis nach dem Kochen etwas weicher. Außerdem wird er geschält – die dünne, leuchtend-orange Haut des Hokkaidokürbisses kann man hingegen mitessen.

Und so kochen wir unser Süppchen:

Kürbis schälen, entkernen und das Kürbisfleisch sowie den ebenfalls geschälten Kartoffel in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken, Knoblauch pressen.


Kürbis, Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Mit Rindssuppe aufgießen, Paprikapulver und Lorbeerblätter dazu. Auf kleiner Flamme circa 15 Minuten gar ziehen lassen.

Nach halber Garzeit Lorbeerblätter rausfischen und Obers dazu. Ist die Garzeit vorüber, dann heben wir immer noch ein paar Kürbisstücke heraus. Nun die Suppe – am besten mit dem Mixstab – pürieren und ganz am Schluss die Stücke wieder dazu.

Tipp: Durch den mitgekochten Kartoffel wird die Suppe beim Pürieren schön cremig und braucht keine weitere Bindung. Besonders schaumig wird die Suppe, wenn man sie unmittelbar vorm Servieren mit dem Pürierstab aufschlägt.

Verfeinert wird die Suppe bei uns immer mit Steirischem Kürbiskernöl. Diesmal gleich mit dem, das wir von der Berghofer Ölmühle aus der Steiermark mitgebracht haben – hier nachlesen.  Mhmmm.

Gutes Gelingen!

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Die fluffigsten Zwetschken-Muffins der Welt

Auf der Suche nach einem passenden Rezept, um unsere frischen Zwetschken zu verarbeiten, ist mein Liebster auf Svenjas Seite gestoßen. Die Zwetschken-Muffins von Martha Stewart waren schnell gemacht. Und wurden gleich warm probiert! Ein Traum von einem Muffin! Fluffig, zart, saftig – bitte nachbacken!

Zubereitung

Backrohr auf 190° vorheizen. Butter leicht anschmelzen, dann Milch dazu und gut verrühren. Anschließend die Eier hinzufügen und weitermixen. Nun alle übrigen Zutaten dazugeben. Am Schluss die klein geschnittenen Zwetschken unterheben. In die Backform füllen und mit dem Zucker-Zimt-Gemisch bestreuen.

Für ca. 20 Minuten backen. Danach vorsichtig aus dem Förmchen nehmen – sie sind sehr, sehr weich, wenn sie direkt aus dem Rohr kommen. Auf einem Gitter auskühlen lassen (oder gleich lauwarm naschen).

Gutes Gelingen!

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Genuss rund um Riegersburg

Jedes Jahr im Herbst wird im steirischen Vulkanland Kulinarik zelebriert. Denn der Herbst ist die Zeit der Reife. Die Früchte werden geerntet und mit viel Fingerspitzengefühl zu Köstlichkeiten verarbeitet. Genussvoller Höhepunkt ist der Kulinarische Herbst, der am letzten September-Wochenende gefeiert wird. Dann öffnen die neun kulinarischen Produktionsstätten rund um Riegersburg ihre Pforten und gewähren Einblick in die Veredelung ihrer Produkte. Vor fünf Jahren waren wir das erste Mal dabei. Heuer kosteten wir uns erneut durch die Spezialitäten des steirischen Vulkanlandes.

Was es alles zu verkosten gab?

Handgeschöpfte Schokoladekreationen von Josef Zotter, fruchtige Weine vom Weingut Winkler-Hermaden, frisches Kürbiskernöl von der Ölmühle Berghofer, luftgetrockneten Vulcano-Schinken, Starzenberger Käse im Genusshotel, edle Schnäpse & feine Essige von Alois Gölles und Fink´s echte Delikatessen.

Der malerische Ort Riegersburg liegt eingebettet in die sanften Hügel des Steirischen Vulkanlandes im Zentrum der Südoststeiermark. Von weit her sichtbar erhebt sich der mächtige Basaltfelsen mit der besterhaltenen Burganlage der Steiermark über den Ort. Die Burg zählt mit ihren elf Basteien und sechs Toranlagen zu den größten noch intakten Burganlagen Mitteleuropas.

Die Bezeichnung Steirisches Vulkanland leitet sich von den Resten von Vulkanen ab, die in der Region heute noch als Hügel sichtbar sind.

Auftakt unserer kulinarischen Tour war die Zotter Schokoladen Manufaktur. Wir kannten sie zwar schon, aber ein Besuch ist immer ein Genuss! Besonders angetan waren wir Mädels von den Schokobrunnen. Mhmmm, Haselnussnougat, Mandelnougat, Karamell – ein Traum am Gaumen! Die Lieblingsstation meines Liebsten: die Balleros Kesselbar mit köstlichen, in Schokolade gerollten Früchten und Nüssen.



Neu für uns war der Essbare Tiergarten, der erst letztes Jahr entstanden ist. Ein sehr meditatives Erlebnis!  Unter dem Motto „Schaut dem Essen in die Augen“ hat hier Josef Zotter seinen Traum, sich selbst versorgen zu können und autark zu sein, erfüllt. Auf 27 Hektar leben alte Nutztierrassen wie Zottelrinder, Kärntner Brillenschafe und Steirische Scheckenziegen.



Beim genauen In-die-Augen-Schauen entdeckten wir, dass Ziegen und Schafe rechteckige Pupillen haben.


In der Hängematte die Seele baumeln lassen , dabei den Bach rauschen und ein Konzert von Bach hören? Diese Idylle findet man wohl nur hier. Gut, dass wir viel Zeit mitgebracht hatten, um dies auch auszukosten.

Nach so viel Frischluft gabs abends im Gasthaus Wiedner „das beste Backhenderl der Steiermark“. Wie schade, dass die Gastgeber bald in Pension gehen.

Erste Station am nächsten Tag war der Besuch des Weinguts Winkler-Hermaden. Der Familienbetrieb liegt am Kapfensteiner Kogel, einem erloschenen Vulkan, und wird bereits in 3. Generation geführt. Besonders stolz ist die Familie darauf, seit 2009 die 40 Hektar großen Weingärten biologisch-organisch zu bewirtschaften.

Oberhalb des Weinguts liegt das Schloss Kapfenstein, ein kleines, feines Schlosshotel mit Restaurant. Interessant: Das Wort Kapfenstein kommt vom mittelhochdeutschen “Vom Stein gaffen”, in die Ferne spähen – vom Schlosshof reicht der Blick weit übers oststeirische Hügelland bis nach Ungarn und Slowenien.

An der malerischen Raab liegt die Berghofer Getreide- und Ölmühle, die von drei Schwestern nun schon in 6. Generation geführt wird. Wie damals nutzt man auch heute noch die Kraft des Wassers für die Produktion. Neben Roggen, Weizen und Dinkel werden hier auch Kürbiskerne verarbeitet.

Für einen Liter echtes Steirisches Kürbiskernöl braucht man 2,5 Kilogramm Kerne, die zuerst gemahlen, dann schonend geröstet und zuletzt gepresst werden. Nicht umsonst gilt das Öl auch als „Schwarzes Gold“ der Steiermark. Der fein-nussige, warme Duft der Kerne, die gerade in der Röstpfanne dampften, stieg uns sofort in die Nase. Ein besonderer Genuss: Das frisch gepresste Öl durften wir gleich warm probieren.

Die neue Schinkenwelt der Vulcano Fleischwaren-Manufaktur in Auersbach wurde erst Mitte September eröffnet. Mit dem Ziel, Besucher „zum Ursprung, an die Quelle des Geschmacks“ zu führen, wird hier die Entstehung des zarten Vulcano-Rohschinkens auf beeindruckende Weise visualisiert.

Höhepunkt ist der Moment, in dem sich die Leinwand erhebt, um den Blick frei zu geben auf den einzigartigen Schinkenhimmel! Wahrlich ein himmlisches Vergnügen. Eine gelungene Überleitung zur genussvollen Verkostung der Vulcano-Delikatessen in der Schinkenbar.

Nach so viel „fleischlichen Genüssen“ gings weiter zum Genusshotel Riegersburg – von hier aus bietet sich ein besonders romantischer Blick auf die Riegersburg. Den hat man übrigens aus jedem der 44 Zimmer!
Zu verkosten gabs würzigen Starzenberger Käse – der Bergkäse aus steirischer Rohmilch wird im hoteleigenen Käsereiferaum mit 10-jährigem Balsam-Apfelessig und Eichenfass-gelagertem Apfelbrand von Gölles affiniert.

Die Obstbrennerei & Essigmanufaktur Alois Gölles war unser nächstes Genussziel. Seit vier Generationen bewirtschaftet Familie Gölles Obstgärten im sonnigen Hügelland rund um die Riegersburg. In der Manufaktur reifen feine Essige sowie edle und fruchtige Brände. Wir konnten einen Einblick gewinnen, wie aus besten Früchten wahre Quintessenzen gewonnen werden.

Wir degustierten feine Essige in den unterschiedlichsten Geschmacksnuancen. Neben unseren Lieblingsessigen Balsam-Apfelessig, der bis zu 10 Jahre lang im Eichenfass gelagert wird, waren wir diesmal besonders angetan vom aromatischen Himbeer- und vom fruchtigen Tomatenessig. Für uns ganz neu und harmonische Ergänzung zum Starzenberger Käse: das mild-herbe Quitten-Gelee.


Den Abschluss unserer genussvollen Tour war der Besuch bei Fink’s echten Delikatessen. Bettina Fink gewährte einen Blick hinter die Kulissen der Delikatessenproduktion. In Handarbeit entstehen hier fruchtige Marmeladen, würzige Chutneys, Essigfrüchte und pikante Pestos – alles ohne Farb- und Konservierungsstoffe. Wir finden, das schmeckt man!

Die Weingüter Neumeister und Eibel haben wir in diesem Jahr zeitlich nicht mehr geschafft. Aber beim Neumeister kosteten wir uns bereits 2007 durch. Und der nächste „Kulinarische Herbst“ kommt bestimmt.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auf unseren genussvollen Spuren zu wandeln:
Alle Betriebe bieten Führungen das ganze Jahr über an.
www.kulinarisches-vulkanland.at

 

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