Olivenöleis mit Blutorangen-Caramel-Sauce

Wie bereits im letzten Beitrag geschrieben, hab ich mir vor kurzem die Eismaschine einer lieben Freundin geborgt. Mitten im Winter? Ja, mitten im Winter hab ich mir eingebildet, dass ich auf der Stelle so eine Maschine brauche. Um erstens: Frau Ziii´s Rosiges Rote-Rüben-Sorbet nachzumachen. Und zweitens das Olivenöleis, mit dem mich Frau Neudecker zum Kauf einer Eismaschine inspirieren wollte, auszuprobieren.


Um in die passende Stimmung zu kommen: ein Schnappschuss aus unserem Mallorca-Urlaub (>> alle Bilder)

Olivenbäume üben eine besonders starke Anziehungskraft auf mich aus. Das Knorrige, ihre silbrig-schimmernden Blätter mit der samtigen Oberfläche – das mag ich. Sie stehen da, bodenständig und beharrlich, als ob nichts und niemand ihnen was anhaben könnte. Jahrelang leben sie geruhsam vor sich hin, ohne Ertrag. Bis sie dann endlich ihre erste Ernte abwerfen. Ich liebe Oliven in allen Formen. Natürlich auch als Öl. Womit wir wieder beim Thema wären, dem Olivenöleis.

Olivenöleis – das klang für mich von Beginn an sehr interessant. Ganz vorstellen konnte ich mir darunter zwar nichts, aber warum nicht ausprobieren? Wenn ich nun schon eine Eismaschine im Haus hatte. Hier das von Frau Neudecker empfohlene Rezept von Food52.

Zutaten für 2 bis 4 Portionen

_ 170 g Zucker
_ 60 ml Wasser
_ 180 ml Vollmilch
_ 1 Prise Salz
_ 4 Eidotter
_ 60 ml fruchtiges Olivenöl

Zubereitung

In einem mittelgroßen Topf 170 g Zucker, 60 ml Wasser und 180 ml Milch mit einer Prise Salz unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich Luftblasen bilden. 4 Eidotter schaumig aufschlagen. Weitermixen und die heiße Wasser-Milch-Mischung ganz langsam, fast schon tröpfchenweise, mit der Eimasse vermengen.

Ist eine homogene Masse entstanden, kommt alles wieder zurück in den Topf, um bei niedriger bis mäßiger Hitze einzudicken. Und nun heißt es: rühren, rühren, rühren! So lange bis die Masse die Konsistenz einer lockeren Vanillesauce erreicht hat. Das kann etwas dauern. Und hier ist große Vorsicht geboten, denn erhitzt man die Masse zu sehr, hat man am Ende Eierspeis´ im Topf! Also lieber langsam und zur Not auch mal von der Herdplatte ziehen.

Hat man nun die richtige Konstistenz erreicht, die Creme zügig in eine kalte Schüssel füllen, in ein eiskaltes Wasserbad betten und solange rühren bis sie komplett abgekühlt ist. Zuletzt 60 ml Olivenöl langsam eintropfen lassen und zu einer glatten Masse verrühren. Abschmecken, eventuell noch weitere 2 EL Öl ergänzen. Aber Vorsicht, der Geschmack des Öls wird nach dem Kühlen intensiver. Danach in einen Behälter mit Deckel umfüllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Nun folgt der große Auftritt der Eismaschine, die die Masse in Eis verwandeln soll. Bei Maschinen mit Kühlakku die Eismasse im Gefrierfach gut vorkühlen, bis sie fast gefroren ist. Erst dann in der Maschine cremig rühren. Entweder sofort probieren oder bis zum Servieren einfrieren.

Blutorangen-Caramel-Sauce

Ich hab kurzum entschlossen, als Ergänzung eine Blutorangen-Caramel-Sauce nach diesem Rezept zu machen: Den Saft einer Blutorange (ergibt etwa 1/2 kleines Glas) mit 1 1/2 kleinen Gläsern Zucker und einer Prise Salz aufkochen bis die Masse eindickt und honigfarben ist. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Danach 1/2 kleines Glas Schlagobers einrühren, nach ca. 30 Sekunden vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Auch im Mörser zerstoßene Pistazien passen wunderbar zum cremigen Eis.

Gutes Gelingen!

>> Rezept als pdf downloaden

Danke, Frau Neudecker, für die außergewöhnliche Rezeptempfehlung!
Übrigens: Die Eismaschinen-Kauf-Entscheidung ist noch im Werden. Meine bisherigen Erfahrungen sprechen jedenfalls für eine Maschine mit Kompressor, da man sich hier das Vorkühlen spart.

Und zu guter Letzt: Die Blog-Verlosung ist geschlossen. Danke fürs Mitmachen!
Gratulation, mein Cupcakes-Set geht an Mareike!

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